Folge 8: „Egal was ist, ich packe mit an!“
Shownotes
Weiterführende Hinweise • Das Ronald McDonald Haus Tübingen ist mit 37 Apartments das größte Elternhaus der McDonald’s Kinderhilfe Stiftung in Deutschland und bietet jährlich rund 700 Familien ein Zuhause auf Zeit.
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00:00:01: Es gibt eine Menge Möglichkeiten, um sich für unsere Mitmenschen zu engagieren.
00:00:05: Wenn man sich da mal so ein bisschen umguckt, dann ist das gar nicht so schwer, etwas zu tun, sei es im Großen wie im Kleinen.
00:00:12: Also solltet ihr eventuell gerade darüber nachdenken, euch ehrenamtlich zu engagieren, dann ist diese Folge von Zimmer mit Aussicht echt hilfreich, würde ich sagen.
00:00:22: Denn ich habe Ulrike Irmler zu Gast.
00:00:24: Und Ulrike Irmler ist unsere aktuelle Ehrenamts-Awardspreisträgerin.
00:00:29: Seit fast zwölf Jahren engagiert sie sich ehrenamtlich im Ronald McDonald House in Tübingen.
00:00:35: Und sie erzählt uns ... wie viel sie mitnimmt aus diesem Engagement.
00:00:40: Sie erzählt uns über all die Dankbarkeit, die sie empfindet, die Wertschätzung, die sie bekommt, die Bewunderung, die sie auch empfindet in der Beobachtung der vielen Familien, die dort in dem Ronald McDonald Haus in Tübinger ein Zuhause auf Zeit finden.
00:00:54: Sie erzählt uns aber auch, Überall diese neuen und tollen Perspektiven, die sie aufs Leben bekommt.
00:01:00: Und sie nimmt uns mit und erzählt uns mal, was sie als Ehrenamtliche denn dort alles so für Aufgaben hat.
00:01:07: Also eine sehr, sehr spannende und wie gesagt hilfreiche Folge mit einer Frau, wie wie ich finde, ganz wunderbar erzählen kann.
00:01:15: Viel Spaß dabei.
00:01:20: Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Zimmer mit Aussicht, dem Podcast der McDonald's Kinderhilfe-Stiftung.
00:01:26: Das ist die erste Folge des noch jungen neuen Jahres.
00:01:31: Hoffe ich, ihr hattet einen guten Start in ... auf meinen ersten Gast in diesem Jahr, oder wie man heutzutage so schön sagt, Gestin.
00:01:42: Und sie gehört zu den Menschen, die eine unverzichtbare Stütze für alle Ronald McDonald Häuser und Oasen sind, weil sie den Familien.
00:01:54: ihre Aufmerksamkeit, ihre Präsenz, ihre Liebe, ihr offenes Ohr schenken, weil sie damit wahnsinnig viel Herz und Seele in die Häuser und in die Oasen bringen.
00:02:06: Und die Rede ist natürlich von den rund siebenhundert ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der McDonald's Kinderhilfestiftung.
00:02:14: Und das ist Ulrike Irmler.
00:02:15: Ulrike, schön, dass du da bist.
00:02:17: Hallo.
00:02:17: Herzlich willkommen.
00:02:18: Danke.
00:02:19: Sag mal, also, das Jahr ist schon ein bisschen ... Nicht älter, aber zumindest ein paar Tage sind schon vergangen.
00:02:25: Trotzdem lass uns mal zurückblicken, denn ... ... ist für dich persönlich in deinem Engagement als Ehrenamtliche ziemlich spannend zu Ende gegangen.
00:02:37: Denn du bist Preisträgerin geworden, erzähl mal.
00:02:41: Was hast du denn gewonnen?
00:02:43: Ich habe den Ehrenamts-Wort gewonnen.
00:02:46: Und ich war wirklich überrascht.
00:02:48: Meine erste Reaktion war wieso ich.
00:02:51: Wir reden gleich darüber.
00:02:56: Meine zweite Reaktion war, aber wir sind doch ein Team.
00:03:00: Und das ist auch so.
00:03:03: Und dann habe ich aber gedacht, das ist was Besonderes.
00:03:08: Aber erst am Schluss kam das.
00:03:09: Und die Erkenntnis, was was Besonderes ist.
00:03:12: Es ist wirklich eine Teamarbeit, darüber werden wir auch gleich sprechen.
00:03:15: Du warst überrascht.
00:03:16: Du gehörst zu den Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, schon seit vielen, vielen Jahren.
00:03:22: Wie viele Jahre genau bist du jetzt schon dabei?
00:03:24: Also, ich denke, im Ronald McDonald-Haus bin ich dann im April zwölf Jahre.
00:03:29: Zwölf Jahre.
00:03:30: Und das ist das Ronald McDonald-Haus in ...
00:03:32: In Tübingen.
00:03:33: Wir sind das größte Haus.
00:03:35: Das existiert.
00:03:36: Wir haben über dreißig Zimmer.
00:03:38: Das ist eine ganze Menge.
00:03:40: Ja.
00:03:41: Und wir sind immer voll.
00:03:43: Wir alle anderen wahrscheinlich auch, aber es ist schon ...
00:03:46: Umso wichtiger, dass es euch gibt.
00:03:49: Wir hatten auch schon Familien, Mütter, wie ihr die gesagt haben.
00:03:53: Das sind wirklich Engel, die Ehrenamtlichen dort.
00:03:55: Da kann man ruhig auch bestätigen.
00:03:58: Wenn wir vom Ehrenamt-Award sprechen, müssen wir das näher erklären für diejenigen, die uns gerade zuhören und zuschauen.
00:04:04: Das weiß man ja nicht, wenn man nicht in die McDonalds-Kinderhilfe-Stiftung ... Verwickelt ist.
00:04:09: da jetzt mal so, denn das ist ein Award, der jährlich ins Leben gerufen wird.
00:04:14: Also die Stiftung ruft dazu auf, dass die Ronald McDonald Häuser und die Leitungen dort ja auch die Ehrenamtlichen nominieren.
00:04:21: Und dann, glaube ich, gibt es einen Komitee in der Geschäftsstelle der McDonald's Kinderhilfe Stiftung, die dann eben eine Preisträgerin oder einen Preisträger nominiert, bzw.
00:04:31: kürt.
00:04:32: So ist es richtig.
00:04:33: Und dann wird dieser Ehrenamts-Award auf der jährlichen Benefitskala in Dezember meistens gekürt.
00:04:40: Das war bei dir natürlich genauso.
00:04:41: Sechs sei Dezember war das.
00:04:42: Und ich hatte das große Vergnügen, selbst auf der Bühne zu stehen, diese Grana Medjana Inazarella zu moderieren und dich da in Empfang zu nehmen.
00:04:51: Und dann gab es natürlich auch, wie jedes Jahr, und das völlig zu Recht, auch wenn du jetzt sehr bescheiden bist, Standing Ovation von dem Publikum, von allen Menschen, die da sitzen.
00:05:00: Wie war das für dich, als du da auf die Bühne kamst?
00:05:02: Wie hat sie es angefühlt?
00:05:04: Ich war stolz auf mich.
00:05:06: Ich war überrascht über mich selber, aber ich war schon stolz und hab gedacht, ja, auch konnte ich ja was dazu sagen.
00:05:13: Und das ist, glaube ich, was ich auch wollte.
00:05:16: Ich wollte nicht nur Dankeschön und freue mich, sondern es hat ja ein Hintergrund, dass ich das mache.
00:05:23: Und das einfach mitzuteilen, einfach zu sagen, ja, ich finde es so unglaublich wichtig.
00:05:28: Und das war dann auch wieder eine Reaktion wert.
00:05:32: Es ist so, als wenn man ab und zu mal das Bedürfnis hat, was mitzuteilen, also was einfach der Welt zu sagen, guck doch mal genauer hin.
00:05:41: Und das war, glaub ich, so ein Moment, wo ich da plötzlich so dieses Gefühl hatte, jetzt kannst du was sagen.
00:05:46: Fand ich gut.
00:05:47: Ja, das glaube ich.
00:05:48: Und war auch gut und war auch wichtig, denn das ist ja genau das, wo wir auch motivieren wollen, ja, auch durch dich.
00:05:55: Durch so tolle Vorbilder zu sagen, hier Leute, ihr könnt alle was tun und wenn es noch eine Kleinigkeit ist.
00:06:01: Aber es macht dann in der Gesamtheit doch sehr viel aus.
00:06:04: Dein Ehrenamts-Award wollen wir jetzt aber alle mal sehen.
00:06:08: Und natürlich hast du ihn mitgebracht.
00:06:09: Deswegen präsentier doch mal deine Trophäe.
00:06:13: Schau mal genau, da ist er.
00:06:15: Sehr schön.
00:06:16: Jetzt steht er hier und man würde meinen, naja, gut, den hat Ulrike wahrscheinlich jetzt aus der Vitrine zu Hause oder im Ronald McDonald Haus irgendwo eingepackt und dann sich auf die Reise gemacht.
00:06:27: Es war aber anders.
00:06:28: Erzähl mal, was mit dieser Trophäe passiert ist, nachdem du sie im Fall genommen hast.
00:06:32: Der Abend ging ja nun ein bisschen länger und als es dann so eine Aufbruchstimmung gab, wie auch, ich war ja mit einer ebenfalls Ehrenamtlichen aus dem Ronald McDonald-Haus-Tybingen da.
00:06:45: Und dann fand sie ihren kleinen Bon vor der Garderobe nicht.
00:06:50: Das heißt, ich saß dann so auf meinem Stuhl und guckte und sie suchte und dachte, na ja, bei diesen vielen Mäntel, ob wir unseren auch finden.
00:06:57: Sie fand ihn dann und dann sind wir so aufgebrochen, so richtig.
00:07:01: Jetzt aber.
00:07:03: Uns sind zur Garderobe, haben uns angezogen, sind zum Taxi, sind zum Hotel.
00:07:14: Die Blumen hast du auch noch vergessen, oder was?
00:07:16: Ja, nicht nur die Blumen.
00:07:17: Ich hab ja auch den Ehrenamtseport gar nicht mitgenommen.
00:07:21: Und dann hab ich gesagt, Dagmar ist kein Problem.
00:07:25: Geh du auf dein Zimmer, der kommen ja.
00:07:27: jetzt laufen Taxen.
00:07:29: Ich geh auf einen dieser Taxen zu und sag, könnte mich einfach noch mal mitnehmen.
00:07:33: Ich fahr noch mal hin.
00:07:35: Ach, das wolltest du wirklich machen.
00:07:37: Ich
00:07:37: bin zurückgefahren.
00:07:39: Und dann hieß es, ja, das hat schon jemand mitgenommen.
00:07:44: Gut.
00:07:45: Also zumindest hast du dir zum Glück an dieser Stelle, musst du mir sagen, hast du dir die Mühe gemacht, bist noch mal zurückgefahren?
00:07:51: Ich
00:07:51: war so über mich selbst so enttäuscht und denke, kannst du bloß?
00:07:55: Also nicht so sehr wegen der Blumen auch, aber dann haben wir nachher gedacht, das ist vielleicht besser, weil wir wollten ja am nächsten Tag noch in die neue Pinakothek und das immer mit Blumen und so war ja schon gegangen, aber dass ich das einfach stehen habe lassen, gell?
00:08:09: Und als ich da noch mal ankam, nicht nur das, sondern die Tische waren ja alle abgeräumt schon.
00:08:14: Das ist einfach Pech.
00:08:17: Und dann habe ich der Laura geschrieben über WhatsApp und sie hat das dann geklärt, wo er ist.
00:08:23: Es war mir richtig peinlich.
00:08:26: Aber
00:08:26: hier ist er und wohl verdient natürlich an dich.
00:08:29: Und das ist ja auch ein Symbol dafür, für all das, was du in den vergangenen zwölf Jahren, fast zwölf Jahre schon geleistet hast.
00:08:35: und eben auch ein Aufruf und ein Hinweis darauf.
00:08:41: Tut's einfach.
00:08:42: Macht irgendwas für mich wichtig, ja.
00:08:46: Schau mal.
00:08:47: Ich hab dir mir ein Bild mitgebracht von uns auf der Bühne.
00:08:50: Hier kann man das bestimmt ganz gut sehen.
00:08:52: Da siehst du uns alle noch mal schön lächeln stehen und das kannst du sicherlich vielleicht auch noch
00:08:57: einrahmen und uns neben
00:08:58: den Award stellen.
00:08:59: Wo findet der eigentlich seinen Platz?
00:09:00: wahrscheinlich im Haus?
00:09:01: Also
00:09:01: ich hab so ein Büffi und da werde ich's hinstellen.
00:09:04: Das ist so.
00:09:05: War mir irgendwie auch gleich klar und ... Der Platz ist da.
00:09:09: Sehr schön.
00:09:10: Dann noch mal Herz und Glückwunsch dazu.
00:09:12: Ja,
00:09:12: danke schön.
00:09:13: Toll, dass es dich gibt, dass es Menschen mit dich gibt, die sich stark machen und in der Hinsicht vor allen Dingen eine Motivation für uns alle eben auch hinzugucken, wo man sich ein bisschen engagieren kann, ob das jetzt bei uns eine Stiftung ist oder es gibt ja auch so viele andere Möglichkeiten.
00:09:29: Ich glaube, eine Kleinigkeit kann jeder von uns tun.
00:09:32: So ist
00:09:32: es.
00:09:32: Jetzt wollen wir aber darüber sprechen, wie du denn dazu gekommen bist.
00:09:36: Denn ... Du hast, soweit ich weiß, als Grundschullehrerin gearbeitet.
00:09:41: Dann bist du eines Tages in Renz gegangen.
00:09:44: Und wie kam es dann dazu, dass du dieses Engagement als Ehrenamtliche im Ronald McDonald House in Tübingen angenommen hast oder angefangen hast?
00:09:54: War eigentlich ein Zufall.
00:09:55: Ich war etwa ein halbes Jahr ohne Arbeit, hab sehr viel Sport gemacht, bin verreist.
00:10:03: Und dann habe ich doch gemerkt, also es ist ein bisschen zu wenig.
00:10:09: Also ich brauch doch noch andere Dinge.
00:10:12: Kann ich jeden Tag zum Sport, kann ich jeden Tag mit Freunden treffen.
00:10:16: Und dann saß ich morgens am Frühstückstisch und las das schwäbische Tagblatt und dann kam in dem ... Tübinger teil ein großer Artikel über das Ronald McDonald-Torsten.
00:10:26: Mir war das überhaupt kein Begriff.
00:10:28: Ich hatte noch nie davon gehört, wie es vielen Leuten in Tübingen so geht.
00:10:32: Wahrscheinlich in anderen Städten auch.
00:10:34: Und ich hab mir das durchgelesen.
00:10:38: Und dann stand zum Ende, dass sie gerne weitere Ehrenamtliche aufnehmen würden.
00:10:45: Und dass man sich eben einfach telefonisch melden sollte.
00:10:49: Und das hab ich dann gemacht.
00:10:51: Ich habe angerufen und dann habe ich mich vorgestellt und gesagt, ich hätte Interesse, einfach mal das Haus zu sehen und eventuell auch an einer ehrenamtlichen Arbeit.
00:11:02: Und sie, ja, dann kommen vorbei, wir machen Termin.
00:11:04: Und das hat man dann auch ganz schnell gemacht.
00:11:07: Das war dann sicher, was weiß ich, März.
00:11:11: Und dann bin ich hochgegangen, war erst mal überrascht von der Architektur dieses Hauses.
00:11:18: Es ist ein Betonbau, aber sehr gut gebracht.
00:11:22: Das hat mir gefallen.
00:11:23: Teile sind Beton und Teile sind einfach sehr wohnlich.
00:11:27: Tahimi heißt der Architekt, er ist in Hamburg.
00:11:31: Also vom Außen und auch von innen einfach auch ein tolles Gebäude.
00:11:37: Und dann hat sie mich rumgeführt.
00:11:40: Und aber auch schon da hab ich die damalige Hauswirtschafterin kennengelernt und bin auch mit ihr gegangen und hab mir das erzählen lassen, was für Aufgaben es da gibt.
00:11:51: Und hab gedacht, ist es einfach hochspannend.
00:11:54: Es waren auch Eltern, es waren, glaub ich, auch damals Kinder.
00:11:58: Ich bin dann einfach noch ein bisschen mittendrin gesessen, habe mir das so angeschaut und hab gedacht, egal was für eine Tätigkeit, das weiß ich, wusste ich damals noch nicht.
00:12:08: Ich würde hier gerne anfangen.
00:12:09: Es war so eine Atmosphäre, wo ich dachte, da würde ich gerne anfangen und helfen und mitmachen.
00:12:15: Und dann war ich ein halben Monat später dann dort.
00:12:19: Und wurde unter die Fittiche von dieser Hauswirtschaft heringenommen.
00:12:24: Wir haben uns sofort ganz gut verstanden, und ich bin jetzt nicht der absolute Putztäufel oder so, aber ich hab immer Ronald McDonald Haus gelernt, was es heißt, gut zu putzen, dass es nicht nur sauber, sondern wirklich auch für kranke Kinder gut erträglich ist.
00:12:41: Und das fand ich irgendwie auch total spannend.
00:12:45: Ich hab dann das Haus von Grund auf kennengelernt, was viele Jahre später auch noch immer wieder ... gut war, weil ich eigentlich wirklich, auch wenn da neue Leute kam, ich konnte sagen, wie läuft das?
00:13:00: Wie geht es mit der Wäsche?
00:13:01: Wann wird die Wäsche abgeholt, die wir weggeben?
00:13:05: Und neulich sagte mir eine der Mitarbeiterinnen, die waren so wenig, weil es gab eine Zeit lang ein bisschen Schwierigkeiten, neue Mitarbeiter zu finden, wenn wir dich nicht gehabt hätten.
00:13:17: Du hast einfach dann alles gemacht.
00:13:19: in der Hauswirtschaft was Notwendig war.
00:13:21: Wer ich Freitags gekommen bin, wusste ich genau das und das, und das musste ich jetzt tun.
00:13:26: Du sagst gerade, wenn ich Freitags gekommen bin, wir sollten vielleicht auch noch mal ganz kurz das Zusagen eben, weil wir auch über Motivation zum Ehrenamt gesprochen haben, dass du immer Freitags dort bist oder welche ...
00:13:36: Ich war anfangs Mittwochs da.
00:13:39: Mittwochs waren wir zu dritt.
00:13:41: Das war eigentlich auch spannend.
00:13:42: Da hab ich die Hauswirtschaft gemacht und Dagmar, die eben auch mit mir auf der Gala war, hat ... viel, die Kaffeemaschine, Blumen, Dekorationen und so was gemacht.
00:13:53: Und dann war noch eines, fand ich auch sehr spannend.
00:13:56: Leider ist sie nicht so lange geblieben, die immer mit Kindern, die da waren, Musik gemacht hat.
00:14:02: Und es war dann irgendwie auch ein gutes Team.
00:14:04: Und dann hieß es aber immer, aber Freitas bräuchten wir auch jemanden.
00:14:09: Und dann hab ich kurz entschlossen gesagt, ich kann Freitas kommen.
00:14:14: Und da bin ich jetzt ... Seit vielen Jahren und bin immer die Einzige, die dann Freitas da ist oder fast immer die Einzige, die da ist.
00:14:24: Das heißt, wie viele Stunden in der Woche de facto verbringst du im Ronald McDonald Haus?
00:14:28: Auf jeden Fall drei, aber es ist meistens mehr.
00:14:30: Wenn man es mal so nimmt, recht überschaubar, weil das ist ja auch so eine Geschichte, wenn man dann sagt, naja.
00:14:36: Ehrenamt erschrecken ja manchmal auch Leute zurück, weil sie das Gefühl haben, oh Gott, da muss ich wahnsinnig viel Zeit investieren.
00:14:43: Wo soll ich das aufbringen?
00:14:44: Und das ist am Ende drei Stunden die Woche würde schon reichen, um sich stark zu machen.
00:14:49: Das
00:14:49: wäre so das, was man eigentlich einplanen sollte.
00:14:53: Dann kommen natürlich einfach Events dazu oder Sommerfest oder wir hatten damals noch, das ist inzwischen ein bisschen gelockert worden, glaube ich, fast jeden Monat ein Team treffen.
00:15:04: Es ist schon eine Wichtigkeit in dem Leben, was derjenige dann, ich auch, was ich dann hatte.
00:15:11: Das wurde jetzt so ein bisschen reduziert, weil manche das abgeschreckt hat, wenn man jeden Monat ankommen muss und dann eben Sicherheitsbestimmungen oder Hygiene-Maßnahmen.
00:15:22: Das hat man ein bisschen reduziert.
00:15:24: Ich fand es aber auch nett, wenn man sich getroffen hat.
00:15:27: Es hat immer so zwei Seiten.
00:15:29: Aber das investiere ich gerne.
00:15:31: Die Zeit, wo wenig hauptamtliche Mitarbeiterinnen da waren, da bin ich halt auch mal extra gekommen.
00:15:37: Das haben andere auch gemacht.
00:15:40: Zum Glück.
00:15:40: Ja.
00:15:41: Wie und inwieweit hat denn dein Engagement im Ronald McDonald House in Tübingen deine Sicht auf... Die Menschen auf das Leben generell verändert.
00:15:55: Ich meine, du hast als Grundschullehrerin gearbeitet, warst sowieso quasi dein Leben dann immer mit Kindern umgeben.
00:16:02: Wahrscheinlich auch hast du eine wahnsinnig gute Beobachtungsgabe, etwas, was eben so ein Beruf als Lehrerin auch so mit sich bringt.
00:16:10: Aber gab es da etwas oder gibt es da etwas, wo du sagst, boah, das hat mir dieses Engagement gezeigt.
00:16:15: Und das hatte ich vorher nicht.
00:16:16: Das habe ich dazu gelernt und sehe ich fast so als Geschenk auch.
00:16:21: Ja, als Lehrerin muss man auch offene Blicke haben für die Kinder, weil die Kinder sind natürlich immer das Wichtigste, was in der Schule ist.
00:16:31: Aber du hast hier und da mal ein Kind, was besonders ist und wo du dich dann auch mehr drum kümmerst.
00:16:38: Aber du bist nicht konfrontiert mit Dingen, die eigentlich nicht so alltäglich sind.
00:16:45: Du kommst ins Ronald McDonald Haus.
00:16:47: Ich kam mich sehr gut an eine Familie.
00:16:48: Das war eine Mutter mit damals einem Sohn aus Moskau.
00:16:53: Erinnern, wo du einfach genau merktest, die ist ganz jung und das Kind ist noch kein Jahr alt.
00:16:59: Und die hat ein Schicksal auf sich nehmen müssen durch Geburt.
00:17:05: Das ist Kind.
00:17:05: Es war auch nicht klar, was das Kind hat.
00:17:08: und ist jetzt in sehr guten Händen in der Kinderklinik.
00:17:12: Und die haben auch mit der Zeit herausbekommen, was dieses Kind hatte.
00:17:16: Aber dann wirst du plötzlich einfach auch feinfühliger für Dinge, die vorher so an mir vorbeigegangen sind.
00:17:23: Ich hab eine gesunde Tochter.
00:17:24: Unsere Familie ist sehr gut durchs Leben gegangen.
00:17:28: Es gab keine größeren, größeren Katastrophen oder so.
00:17:32: Und dann bewunderst du plötzlich, diese junge Frau, die war noch keine dreißig, die dieses Schicksal auf sich nimmt, in einem Land zu sein, dessen Sprache sie nicht spricht.
00:17:44: Sie sprach wenig Englisch, kam aber zurecht.
00:17:47: Es gab natürlich auch dollmatchende Menschen.
00:17:50: Und die einfach dieses Auf sich nimmt und jeden Tag hinstedt und sich kümmert um dieses Kind.
00:17:57: Später kam noch ein zweites Kind, was dieselbe Krankheit hatte.
00:18:00: Dann waren es noch mehr Kümmernisse, die sie hatte.
00:18:03: Und das fand ich einfach unglaublich bewundernswörtig.
00:18:06: Und das ist, glaube ich, so zu sehen.
00:18:09: Es gibt Schicksale, die kannst du dir gar nicht vorstellen.
00:18:13: Im normalen Alltag.
00:18:16: Das ist ein Beispiel.
00:18:18: Es gibt ja sehr viele auch, die ganz andere Schicksale im Haus haben.
00:18:22: Und das einfach auch mitzubekommen.
00:18:27: Wir reden nicht viel drüber, manchmal im Hintergrund, was Mama fragt, was ist da eigentlich?
00:18:32: Und einfach zu sehen, was die Frauen und auch die Väter, was die für Mut haben, einfach da durchzugehen.
00:18:40: und auf sich zu nehmen.
00:18:41: Und das hat mir noch mal einen Aspekt des Lebens einfach dazugegeben, was ich vorher nicht so hatte.
00:18:47: Ich hab schon einen Blick, glaub ich, für Leute und auf Blick für Kinder immer.
00:18:51: Hab mich um Kinder gekümmert, wenn ich merkte, da ist es notwendig.
00:18:55: Aber da hab ich nach Hause gegangen.
00:18:58: Und ich geh jetzt auch nach Hause, aber ich nehm immer was mit.
00:19:01: Ich nehm immer einen Schicksal mit oder einen Nachdenken über einen Schicksal oder auch die Freude.
00:19:08: Die durften jetzt nach Hause.
00:19:11: oder auch das Leid, weil ein Kind gestorben ist.
00:19:13: Und das rundert das Leben ein bisschen mehr ab.
00:19:17: Das hast du schön gesagt, ja.
00:19:18: Also neben Wertschätzung, Dankbarkeit, auch Bewunderung hattest du, wenn du jetzt zurückdenkst und noch mal in die Situation gehst, als du da saerst, das erste Mal in diesem Haus und das alles hast auf dich wirken lassen.
00:19:34: Hast du darüber schon nachgedacht?
00:19:35: Also, dass man auch diesen Gedanken hat, na ja, bevor ich da als Zusage muss, ich mir im Klaren sein darüber, dass ich da wahrscheinlich auch Dinge beobachten, sehen, erleben werde, die alles andere als schön sind und mit dem ich ja auch klarkommen muss und dass etwas vielleicht ist, was ich so noch nicht kenne und mich vielleicht auch aus der Bahn wird.
00:19:55: Man weiß es ja nie genau.
00:19:56: Du kommst mir jetzt sehr modern resilient daher, ja, aber man weiß es ja nie genau, an welche Grenzen.
00:20:04: war das schon ein Gedanke, bevor ich entschlossen habe dazu, da kam der erste Nachhinein dieser Erkenntnis.
00:20:09: Ich bin ein neugieriger Mensch und ich glaube, das war so auch das, dass ich schon wusste, es kommen auch Dinge auf mich zu, die ich vielleicht jetzt mir noch gar nicht vorstellen konnte.
00:20:19: Das war auch so.
00:20:21: Aber diese Neugier, oder vielleicht ist Neugier nicht genau das richtige Wort, sondern die Blickerweiterung.
00:20:26: Also, dass ich einfach sage, lass mal gucken, was da wird.
00:20:30: Das war, glaube ich, das Entscheidende, dass ich so wollte.
00:20:33: Ja, ich wollte noch mal ein bisschen was öffnen, also meinen Blick weiten.
00:20:38: Beschreib dich doch mal ein wenig, damit du dich besser kennenlernen auf von deinen Charaktereigenschaften, denn wenn du sagst, ich bin neugierig, könnte der ein oder andere als denken, na ja, dann ist wahrscheinlich Ulrike da reingegangen und hat von ersten Tag gleich versucht, irgendwie Kontakt herzustellen mit den Familien zu fragen, wo kann man helfen, kann ich ihnen zuhören, kann ich ihnen, wo auch immer die Hand reichen.
00:20:58: Oder ist es vielleicht andersrum, dass du gesagt hast, na ja, ich bin da rein und war eigentlich erst mal eher die Stelle Beobachterin.
00:21:04: Und dann, wo es von Nöten war, war ich da, aber mehr auch nicht.
00:21:09: Ja, im Schuldienst, dann geht man ja auf die Eltern zu und redet.
00:21:14: Und das konnte ich in dem Moment nicht, weil ich merkte, es geht jetzt nicht um dich.
00:21:20: Es geht auch nicht um deine Gedanken, sondern es geht um die ... Mütter, Väter, Kinder, die da sitzen.
00:21:27: Und du hältst dich erst mal zurück.
00:21:29: Ich hab dann, ich mach's auch heute noch, sehr viel in der Küche gearbeitet.
00:21:34: Und da gibt's ja dann Anlässe.
00:21:36: Ist die Spülmaschine treckig oder sauber?
00:21:39: Soll ich die ausräumen oder wie auch immer?
00:21:41: Fragen Eltern dann gerne?
00:21:42: Oder wie geht denn das?
00:21:44: Wo sind denn eigentlich die Teller?
00:21:46: Und dann kann man natürlich da entsprechend drauf antworten.
00:21:50: Und manchmal kommt dann, und das ... hab ich dann im Laufe der Zeit erlebt, dass Sie erst mal fragen, arbeiten Sie hier ehrenamtlich?
00:21:59: Und ich dann, ja.
00:22:00: Und manchmal fragen Sie auch weiter.
00:22:02: Und beim nächsten und übernächsten Mal, wenn man sich wieder trifft, kann es auch sein, dass Sie was erzählen.
00:22:09: Aber ich bin nicht die, die fragt, was ist mit Ihnen oder was ist mit Ihrem Kind, oder ... Ich warte ab, das mache ich auch heute noch so.
00:22:18: Auch wenn ich weiß, das sind Eltern, die waren schon da, warte ich erst mal ab.
00:22:21: Erkennen die mich wieder, ich erkenne sie wieder.
00:22:25: Ich finde es einfach wichtig, zu gucken, möchten die reden, möchten, die sich öffnen, möchten die Kontakt haben.
00:22:33: Manche Mütter gucken mich dann an und dann merke ich, es ist so ein, da kippt grad was und dann nehme ich sie einfach in den Arm, da muss man gar nichts reden.
00:22:42: Und ich denke, das macht mich auch ein bisschen aus, dass ich ... ich kann sehr ... vorwärtslaufend sein, aber nicht in dem Haus.
00:22:51: Das ist nicht ... Das hab ich sehr schnell.
00:22:54: Und ich glaub, das war auch gut, noch mal ... einen Schritt zurückzugehen.
00:22:58: Also nicht immer diese Forscher-Lehrerin zu sein, die alles weiß.
00:23:01: War ich auch nicht, aber ... so eine Mal zu beobachten, zu gucken.
00:23:05: Und das hat sich ... auch gezeigt, dass andere Ehrenamtliche das auch machen.
00:23:10: Wir haben dann viel darüber gesprochen, auch in den Treffen, die wir hatten.
00:23:15: Und das musst du auch, du musst einfach auch dann über Kinder reden können oder über Eltern reden können, aber eben an einer anderen Stelle.
00:23:24: Nicht vor den Eltern, nicht mit den Eltern.
00:23:26: Es sei denn, die kommen und wissen, ich komme jetzt zur Kontrolle und ist alles Bestens, dann reden die auch anders mit einem selber.
00:23:34: Also hast du ja nicht nur, wie du schön gesagt hast, Dinge gelernt, die dein Leben noch mehr abrunden, sondern du hast ja auch... neue Menschen kennengelernt, sicherlich auch neue Freundinnen gewonnen, also auch dein Kreis der Menschen, um dich erweitert, die was bedeuten, die wertvoll sind für dich, wichtig sind.
00:23:53: Ja, die Ehrenamtlichen sind fast nur Frauen, es waren aber auch männliche Ehrenamtliche dort.
00:23:59: Die triffst du und bist auch erstmal vorsichtig, denn jeder hat ja so einen Grund, warum er in einem Ronald McDonald Haus arbeitet.
00:24:08: Ich wollte was... eher in Richtung Sinn voll was machen.
00:24:12: Aber es gibt auch Menschen, die haben ähnliches erlebt.
00:24:16: Und also eine Freundin von mir, die hat einen Kind verloren vor fast thirty-fünf Jahren.
00:24:25: Und damals gab es solche Einrichtungen nicht.
00:24:28: Und die ist gut über die Runden gekommen, weil sie einfach Familie am Ort hatte.
00:24:32: Und die sagt immer, aber jetzt kann ich was tun.
00:24:36: Damals gab's das nicht.
00:24:38: Und das find ich dann auch schon wirklich berührend, weil ich denke, diese Motivation zu sagen, ich geb was zurück, was ich hätte damals brauchen können, hatte ich nicht.
00:24:49: Das ist schon auch was.
00:24:50: Stärker,
00:24:50: stärker kann's auch nicht sein.
00:24:52: Ja, genau.
00:24:53: Je mehr wir uns treffen und auch ein bisschen erzählen, hat jeder, fast jeder, irgendwie eine Geschichte.
00:24:59: Und das find ich auch spannend.
00:25:02: Und dadurch habe ich auch neue Freundinnen gefunden und wir treffen uns auch außerhalb dieser Zeiten.
00:25:09: Und das ist auch schön, ja.
00:25:11: Das ist schön.
00:25:12: Ich genieße dich auch.
00:25:14: Nimm uns doch mal ein bisschen mit, weil ich ja schon zu Anfang gesagt habe, ihr übernehmt zu viele.
00:25:19: Aufgaben, also vielfältige Aufgaben.
00:25:21: Und du hast ja auch gesagt, jeder Preis ist nicht mein Werk, es ist Teamarbeit.
00:25:26: Wie muss man sich das vorstellen?
00:25:27: Also was sind so deine Aufgaben oder vielleicht auch eure Aufgaben als Team?
00:25:32: Wie sieht so ein Tag aus, wenn du da ankommst im Haus?
00:25:36: Ich habe ein Foto, ich kann ein bisschen
00:25:38: was
00:25:38: zeigen.
00:25:41: Also ich komme ins Haus.
00:25:43: Ich kam mit dem Fahrrad, wie das jetzt inzwischen sich auch rumgesprochen hat.
00:25:48: Ich wohne in Kirchentelsfott.
00:25:49: Das heißt, ich muss etwa vierzig Minuten mit dem Fahrrad dahin fahren.
00:25:53: Der Weg im Film war ein bisschen kürzer.
00:25:55: Ja, das stimmt im Film, den wir auf der Gala haben sehen können.
00:25:58: Man muss
00:25:58: dazusagen,
00:25:59: dass der Weg mit dem Fahrrad, das ist da noch in der Stelle, wo ich mal sagen muss, wunderschön, aber hat auch eine ziemliche Steigung.
00:26:06: Ich hab mir sagen lassen hier, dass du ziemlich fit bist und dass ihr Meisters, das wär's irgendwie, von uns waren sich so auf die Tour.
00:26:12: Also machst du großartig.
00:26:14: Ja, das bin ich, aber das hat jetzt mit dem Haus nichts zu tun.
00:26:18: Aber ich muss natürlich, wenn ich dann ankomme, jetzt hole ich doch das zuerst.
00:26:22: Wenn es geregnet hat, muss ich mich umziehen.
00:26:25: Ich muss einfach aus meinen Klamotten raus, Fahrradhose, Fahrrad, was weiß ich.
00:26:30: Ich hatte auch schon Stiefel, die patschnass waren, und dann haben wir die auf den Trockner gelegnet.
00:26:35: Ich muss hier irgendwas deponieren, damit ich immer gut ankommen kann und mich umziehen.
00:26:41: Das ist jetzt ein bisschen albern, aber ich finde das wirklich ...
00:26:44: Ich
00:26:44: habe Hausschuhl raus.
00:26:48: Die schicksten Hausschuhe, aber super.
00:26:51: Also die stehen unten im Keller, neben den Schrauben und allen möglichen Sachen.
00:26:57: Und jeder weiß, das sind meine.
00:26:59: Und geht auch nicht dran.
00:27:01: Und die sind schon seit Jahren stehen, die da.
00:27:03: Und wenn ich komme, das kann ich gleich wieder weg tun.
00:27:05: Das weiß aber auch jeder, weil wahrscheinlich das Sportschuhe sind.
00:27:08: Die passen gut zu dir.
00:27:10: Ich ziehe dann meine Fahrradstiefeln oder was weiß ich aus.
00:27:13: Nein, das brauche ich nicht.
00:27:15: Und ich steige erst mal aus meinen Klamotten raus und ziehe mich um.
00:27:19: Das ist so mein Tagesbeginn.
00:27:21: Das muss ich immer mit einberechnen und deswegen, das dauert dann drei, vier, fünf, manchmal zehn Minuten, je nachdem, ob es regnet oder nicht.
00:27:29: Und das finden alle irgendwie lustig, wie ich da so ankomme.
00:27:32: Und dann ist es eiskalt und du kommst immer noch mit dem Fahrrad.
00:27:35: Ja, ich komm immer noch mit dem Fahrrad.
00:27:37: Dann komme ich ins Haus und ziehe mich um.
00:27:41: Und da ich ja sehr gut eingewiesen worden bin, was so die Hauswirtschaft betrifft, weiß ich, es ist am besten, man geht einfach morgens dann rein die Küche.
00:27:53: Und da kommt das Foto her.
00:27:55: Ich richte mir einen Wagen.
00:27:58: Ich richte mir einen Wagen, weil ich genau weiß, in der Küche fehlen jetzt ganz viele Dinge.
00:28:05: Papiertücher oder das Spülmittel ist aus.
00:28:09: Oder ich weiß, ich muss demnächst unbedingt die Lappen austauschen und die Handtücher austauschen.
00:28:16: Das heißt, es riecht ich mir alles im Keller und dann komme ich mit meinem Wagen an.
00:28:21: Mit deinen Pinkentourschuhen und deinem Wagen.
00:28:22: Genau.
00:28:24: Und das ist so der Einstieg in die morgendliche Routine im Haus.
00:28:28: Das sieht sehr organisiert
00:28:29: aus.
00:28:29: Das ist dann was, was ich.
00:28:29: halb neun, neun.
00:28:31: Und dann ist schon wieder auch so ein Gesprächsanlass.
00:28:34: Weil die wissen, die kommt jetzt, ich mach das Freitags immer.
00:28:38: Und die wissen, wenn sie mich kennen, jetzt kann ich gleich sagen, oh, wir brauchen dringend was, was ich.
00:28:44: Handtücher oder irgendwas.
00:28:46: Und dann, ja, ich kümmere mich drum.
00:28:48: Warst du immer schon so eine organisierte Natur?
00:28:52: Oder hast du dir das angeeignet im Laufe des Angehors?
00:28:53: Nein,
00:28:53: organisiert bin ich.
00:28:55: Aber dass ich diesen Einstieg so mache, das hat sich so ergeben, weil ich nicht fünf mal in den Keller runterwarte.
00:29:03: Ja, und andere haben das übernommen.
00:29:05: Das ist so, dass einfach auch, wir haben jetzt eine neue Hauswirtschaftsleiterin, die kommt mit ihrem Wägelchen und fragt, dann hast du schon, ja, ich hab schon.
00:29:14: Das ist mal ein Einstieg.
00:29:15: Das, was du da gerade erzählst, ist ja auch, wenn man sich überlegt, wie dieser Ehrenamts-Award zustande kommt.
00:29:22: Also, da werden ehrenamtliche, sowie du, nominiert.
00:29:25: Und ich glaube, da geht es ja nicht nur darum, um die Tatsache, dass jeder sich engagiert, ist klar, alle da machen das, was sie tun können.
00:29:33: Aber wahrscheinlich auch um die Persönlichkeiten, die da so vielleicht so ein bisschen herausstechen und ihre eigenen Charakterzüge zum Vorschein bringen und damit vielleicht mehr oder weniger im Gedächtnis bleiben oder für Belustigung in positiven Sinne sorgen und so.
00:29:46: Das anscheinend ist ja bei dir absolut der Fall.
00:29:48: Du bist da sein Unikum in diesem Hause zu bringen.
00:29:51: Ja, jeder.
00:29:52: Es sind alles Individuen und das ist auch toll.
00:29:54: Es ist irgendwie so ... Ich glaub, die Hauptamtlichen genießen das dann auch.
00:29:59: Und bei mir greifen sie darauf zurück, wenn gerade in der Hauswirtschaft ein bisschen Personenmangel ist, dann, wie gesagt, dann wissen die, ach, kannst du mal.
00:30:09: Ja, das mache ich.
00:30:10: Weil wir gerade dabei sind, du wirst auch gerne als die Meisterin der Kaffeemaschine bezeichnet.
00:30:14: Was hat das dann auf sich?
00:30:16: Ach ja, also Dagmar, die Kollegin, die auch mit auf der Gala war und ich, sie machte von Anfang an die Großreinigung der Kaffeemaschine.
00:30:26: Ist aber eine sehr reisefreudige Dame.
00:30:29: Und dann hat sie gesagt, weißt du, das ist so, ich hab dann immer ein schlechtes Gewissen, dann hab ich gesagt, dann zeigt mir das doch.
00:30:37: Und dann, wenn du voreist, sagst du mir Bescheid, und wenn ich nicht da bin oder irgendwas ist, kann ich dir auch Bescheid geben, was du vielleicht für mich machen kannst.
00:30:45: Und jetzt schreiben wir uns immer, wenn sie weiß, ich bin da an dem Mittwoch doch nicht da, könntest du die Reinigung der Kaffeemaschine übernehmen?
00:30:55: Das mach ich.
00:30:56: Und dadurch hat sich das so eingependelt, die müsste sich nicht darum kümmern, weil sie wissen, die beiden.
00:31:02: Die machen das untereinander aus und die Kaffeemaschine muss jeden Tag gereinigt werden.
00:31:07: Aber diese Großreinigung, wo man sie so auseinander nimmt und die Mühle rausnimmt, das machen eigentlich nur wir zwei.
00:31:14: Ihr seid wahrscheinlich auch die Einzigen, die das wirklich können.
00:31:17: Alle anderen würden sie wahrscheinlich falsch zusammenbauen.
00:31:19: Wer weiß, was dann daraus käme.
00:31:20: Aber sie ist eigentlich die Obermacherin.
00:31:23: Sie hat mich eingewiesen.
00:31:25: Sie kommt in dem Film auch vor die Tage.
00:31:27: Ich
00:31:27: kann mich erinnern.
00:31:29: gehört dazu, dass man eben das nicht alles über die anderen macht, sondern wir untereinander das dann regeln.
00:31:35: Naja, und wir sind in der Küche, da hast du uns gerade mit dem Foto mitgenommen, du hast auch erzählt, dass das offenbar auch der Raum ist in dem Ronald McDonald Haus, wahrscheinlich in allen Häusern, wo ja auch alle zusammenkommen.
00:31:47: Und ich kann mir vorstellen, dass die Kaffeemaschine ganz explizit
00:31:50: ja, das wird wahrscheinlich
00:31:52: ganz viel und ganz oft ja auch... Eltern drum herum.
00:31:56: Und vielleicht ist das ja ein ganz besonderer Kontaktpunkt auch.
00:31:59: Es ist es auch.
00:32:00: Und ich bin auch so jemand, der einfach dann, bevor ich diese Reinigung mache, egal welche, groß oder klein, zu den Eltern gegenseitig, ich mach gleich die Reinigung, mögen sie noch einen Kaffee.
00:32:11: Und das wissen halt auch, ach, die kommt und fragt noch, ach, ich nehm noch schnell einen und so.
00:32:15: Und das sind natürlich auch so Momente, wo man dann einfach merkt, ja, sie nehmen einen wahr, ich nehm sie auch wahr.
00:32:22: Und das ist einfach auch schön, ja.
00:32:24: Wir sollten an der Stelle einmal noch kurz erwähnen, dass in den Ronald McDonald-Häusern ja eigentlich das Selbstversorgerkonzept herrscht.
00:32:33: Genau.
00:32:33: Das heißt, die Familien machen da schon ihr eigenes Ding.
00:32:36: Genau.
00:32:37: Es ist nicht
00:32:37: so, dass du es ja reingest und jeden Tag das Apartment sauer machst oder so.
00:32:40: Nein,
00:32:40: nein, nein, nein.
00:32:41: Es heißt ja zu Hause auf Zeit.
00:32:44: Und das ist auch total wichtig.
00:32:46: Ich denke, auf der einen Seite entlassert es die Mitarbeitenden, aber das ist nicht der Hauptgrund.
00:32:52: Der andere Grund ist, wenn ich jetzt so mit einem Schicksal gebeutelt bin und werde dann ... Gezwungen, das klingt blöd, aber es ist tatsächlich gezwungen, ich muss jetzt einfach die Spülmaschine ausräumen.
00:33:08: Und ich muss jetzt einfach für mein Kind den Brei kochen oder das Essen machen.
00:33:13: Mein Mann ist ja auch noch da.
00:33:15: Und ich muss gucken, dass ich einkaufe.
00:33:19: Und es ist vielleicht erst für die so ein bisschen, das habe ich auch schon gehört, das müssen wir das auch noch, aber dann merken die plötzlich, es gibt so eine gewisse Normalität.
00:33:29: Also ist nicht nur Klinik und Schlafen, sondern auch noch, ich muss mich versorgen, ich muss für mich sorgen, ich muss für meinen Partner sorgen, für mein Kind oder die Oma ist da, wir müssen gucken, dass wir gut für einander sorgen.
00:33:44: Und das finde ich eine ganz, ganz entscheidende Sache in diesen Häusern, dass die Eltern für sich sorgen.
00:33:52: Gleichzeitig kommen sie aber in Kontakt mit anderen Eltern, die ja auch für sich sorgen müssen.
00:33:58: Was kochst du denn da?
00:34:00: Da ist vielleicht eine, wird was gekocht, was man gar nicht gleich auf Anhieb erkennt, weil das vielleicht ein türkisches Gericht ist oder ein albanisches Gericht oder was weiß ich.
00:34:10: Dann kommen die ins Gespräch, manchmal abenteuerlich, wie sie miteinander reden, weil die Sprache vielleicht nicht so einfacher ist, nicht immer Deutsch.
00:34:20: Und dann sitzen sie plötzlich am Tisch zusammen.
00:34:23: Das sind so große Tische hier, das sieht man hier auch.
00:34:26: Also man sitzt nicht für sich, sondern es ist, weil das Haus sehr groß ist, immer so, dass ich nicht für mich ein Tisch habe, sondern ich muss mich zu jemand anderem setzen.
00:34:37: Und das ist aber ein wichtiger Hintergrund, denn sie sollen ja ins Gespräch kommen.
00:34:42: Und daraus ergibt sich, dass Eltern sich gegenseitig stützen, sich gegenseitig zuhören.
00:34:50: Denn sie kennen ja auch die Situation, es gibt ein Schicksal, das beutet mich.
00:34:56: Und dem anderen geht es ähnlich.
00:34:59: Und jetzt kommen wir ins Gespräch.
00:35:01: Und dann gibt es untereinander so eine Stütze.
00:35:03: Und das finde ich unglaublich wertvoll.
00:35:06: Dass sie kochen müssen, dass sie den Mülleimer leeren müssen.
00:35:09: Und was alles ansteht, das zu Hause auf Zeit.
00:35:12: Ins Gespräch kommen.
00:35:14: Am Anfang sieht man, wie die Eltern oder Mütter, je nachdem, wer da ist, erst mal sich so isolieren, so für sich sind.
00:35:23: Und dann danach merkt man plötzlich dann, gibt's Gruppen, dann unterhalten die sich.
00:35:29: Es ist so wichtig, so wichtig, dass die in Kontakte kommen.
00:35:33: Geil, um miteinander über diese Dinge reden und merken, es muss eine tolle Klinik sein.
00:35:39: Und es ist es auch.
00:35:40: Die Tübinger Kinderklinik ist eine ganz besondere Klinik.
00:35:44: Das weiß ich einfach auch.
00:35:45: Und wir haben nicht nur in der Kinderklinik Kinder, sondern wir haben auch sehr viele, ist ein bisschen tiefer gelegen in der Neonatologie.
00:35:54: Wir haben ganz, ganz, ganz, ganz viele sehr, sehr kleine Kinder.
00:36:00: Und die brauchen auch Kontakt untereinander, das klar.
00:36:04: Also viele tolle
00:36:05: Dinge, die da zusammenkommen.
00:36:06: Auf der einen Seite natürlich durch die Klinik und ihr fortgeschrittenes Dasein.
00:36:10: Ja, auch das Gefühl, man ist gut aufgehoben oder der Fakt, man ist da sehr gut aufgehoben medizinisch.
00:36:15: Auf der anderen Seite das Zuhause auf Zeit, wo man auch das Gefühl hat, hey, man ist nicht alleine.
00:36:21: Es gibt auch viele andere Menschen mit ähnlichen Schicksalen.
00:36:24: Das entstehen
00:36:25: auch Freundschaften.
00:36:26: Wir wissen es.
00:36:26: in den
00:36:27: Sommerfesten kommen ja oft auch Ehemalige.
00:36:30: Und die kommen dann im Pulk.
00:36:32: Ja, wir treffen uns immer noch.
00:36:34: Das ist ganz wertvoll.
00:36:36: Ist das etwas, was du dir auch ... Persönlich wünscht.
00:36:39: für uns als Gesellschaft, wo du sagst, das haben wir irgendwie so ein bisschen verlernt, finde ich, dass wir einfach auch mal links und rechts mal aktiv fragen, wie geht's denn eigentlich?
00:36:48: Oder was ist denn bei euch los oder was auch immer?
00:36:50: Es ist ja so, dass wir alle wahnsinnig in so einem Tunnel stecken, vor allen Dingen mit logischerweise Handy und Co.
00:36:57: Also wenn ich jetzt mal U-Bahn fahre,
00:36:59: denke ich
00:36:59: mir immer so,
00:37:00: wenn
00:37:01: ich irgendjemand da mal fragen würde, wenn er auch steigt, übrigens.
00:37:04: Kannst du mal kurz die Person beschreiben, die der Gegenüber oder neben dir saß?
00:37:08: Weißt du es nicht.
00:37:09: Das
00:37:09: wüsste wahrscheinlich neunneinzig Prozent, keine Ahnung.
00:37:11: Weil niemand ist wirklich präsent im Moment, sondern alle glotzen in ihre Medien.
00:37:16: Und das ist schon, schon heftiges Phänomen.
00:37:19: Also man hat das Gefühl, die Aufmerksamkeit für das Gegenüber, für das Nebenan wird immer, immer kleiner.
00:37:25: Also ich sehe den Aspekt auch.
00:37:27: Es ist interessant, dass du das jetzt mit den Eltern in Verbindung bringst.
00:37:31: Ich beobachte das auch und find's ganz schrecklich.
00:37:35: Und sehe aber jetzt auch diese Fähigkeit bei den Eltern.
00:37:38: Das ist vielleicht auch die Lage, also diese Notlage, in der sie sind, zu kommunizieren weder gelb.
00:37:45: Und das ist schon durch das Haus, durch die Organisation des Hauses geschuldet.
00:37:52: Aber ich sehe auch das als sehr positiv an.
00:37:56: Und ich bin, glaub ich, eher auch ein Mensch, der ... gerne auf andere auch zugeht und genieße das dann auch, wenn die das machen und mich mit einbeziehen.
00:38:05: Es ist ja nicht nur, dass die Eltern reden, sondern ich werde mit einbezogen.
00:38:09: Je nachdem, wie lang die Eltern da sind und so, natürlich.
00:38:12: Ich finde, das ist ein unglaubliches Phänomen.
00:38:14: Ich wohne neben der Schule.
00:38:17: Und ich weiß noch, geht euch wahrscheinlich genauso, wir sind aus der Schule raus und hat ... La-ba-la-ba-la-ba-la-ba, über die Lehrer, über die ... Pass mal, ich muss nicht nicht, das weiß jeder.
00:38:27: Die Kinder kommen heute aus der Schule, genauso in einer Reihe, fünf, sechs, sie, Mädchen, und jeder guckt in sein Handy.
00:38:34: und dann denke ich, wann verarbeitet ihr euch am Tag?
00:38:39: Das könnt ihr nicht mit dem Handy.
00:38:41: Das fehlt ja auch.
00:38:42: Es ist nicht nur die Kommunikation, sondern man muss ja was verarbeiten.
00:38:46: Das machen die im Haus automatisch dadurch.
00:38:49: Und die Leute, die nicht mehr kommunizieren, wann verarbeiten die ihre Probleme?
00:38:55: Mit wem?
00:38:56: Wenn wir wieder zurück ins Haus gehen, erlebst du das auch nicht nur unter den Familien, also quasi von Familie zu Familie, sondern auch innerhalb der Familie, also dass du auch beobachtest, wie sich die Dynamik in so einer Krisensituation zwischen Mann und Frau auch zu den Kindern, den Geschwisterkindern verändert?
00:39:16: Ja, es gibt zwei Arten von Familien.
00:39:21: Manche Klappsen sich die Partner auch ab, da ist das Gefühl, Das läuft nicht so gut.
00:39:28: Und bei manchen ist es wirklich so, dass man das Gefühl hat, die können so unheimlich gut jetzt miteinander kooperieren.
00:39:37: Ob das immer so ist, wahrscheinlich.
00:39:39: Aber das zu beobachten, das macht glücklich, wenn man sieht, dass die einfach miteinander kommunizieren, sich helfen, sich unterstützen.
00:39:46: Und das, finde ich, ja, das ist auch was Wertvolles.
00:39:50: Aber es gibt auch die Eltern, wo man das Gefühl hat, oh je.
00:39:53: Die könnten da uns erbrechen?
00:39:54: Ja.
00:39:55: Was nicht selten ist.
00:39:58: Und in dem Zuge können wir auch gleich über die Kinder sprechen, die ja auch, sag ich mal, betroffen sind.
00:40:04: Nicht weil sie krank sind, sondern weil sie die sogenannten Schattenkinder, also die Geschwisterkinder, sind die da oft
00:40:09: vernachlässigt
00:40:10: werden.
00:40:10: Was beobachtest du da?
00:40:12: Man merkt schon in deiner Reaktion, dass du da Dinge beobachtest, die dich sogar sehr belasten.
00:40:16: Ich hab ein Beispiel.
00:40:17: Es ist schon etliche Jahre her und deswegen muss man gucken, dass ich es verklausuliere.
00:40:22: Es war eine Familie, Die einen Kind verloren haben nicht gleich durch einen Unfall, durch einen tragischen Unfall.
00:40:31: Ich sag jetzt nicht was, sonst wüssten die wahrscheinlich, wenn sie's lesen würden oder hören würden.
00:40:37: Und das Kind, was verunfallt ist, wurde mit dem Helikopter nach Tübingen gebracht.
00:40:42: Es war also außerhalb von Tübing.
00:40:45: Es hat vielleicht noch ein paar Stunden gelebt und ist dann verstorben.
00:40:50: Und die Eltern hatten einen kleinen Sohn, der so etwa vier Jahre alt war.
00:40:56: Wie alt das Kind war, ich glaube, das war sechs, also ein jüngeres Kind.
00:41:01: Und dieser Sohn musste natürlich mit, war klar, es kam in das Haus, der kleine Sohn kam mit.
00:41:07: Und die Eltern, Schwiegereltern kamen dann noch mal eine Oma dazu.
00:41:12: Die waren so beschäftigt mit diesem Unfall.
00:41:17: Jeder hatte so das Gefühl, die geben sich gegenseitig die Schuld.
00:41:22: Und das ist was ganz, ganz Feuchbares, dass mein Kind verliert und sagt, wer von uns ist jetzt verantwortlich.
00:41:29: Und der kleine Sohn, das saß irgendwo in der Spielecke und wurde so ... wurde nicht beachtet und das hat mir wahnsinnig viel ausgemacht.
00:41:40: Wir haben dann schon auch untereinander versucht, ihn immer ins Spiel reinzunehmen oder mit in die Küche reinzunehmen.
00:41:47: Aber der war völlig verdattet.
00:41:49: und da hab ich auch gedacht, wie kann man das lösen?
00:41:52: Ich konnt's nicht lösen.
00:41:54: Das ist ganz schwierig.
00:41:56: Du kannst ja nicht hingehen und sagen, vergesst ihn nicht.
00:41:59: Das war so eine Trauer und so eine ... So eine Situation, wo man genau merkt, die hätten Unterstützung gebraucht.
00:42:05: Ganz schnell Unterstützung.
00:42:07: Haben sie sicher auch sich geholt.
00:42:09: Aber der kleine ...
00:42:11: Also genau so eine Grenzsituation, wo du denkst, ich würd so wahnsinnig gerne das unternehmen.
00:42:15: Ja, das
00:42:15: kannst du nicht.
00:42:16: Da kannst du mit dem Kind natürlich, kannst du reden, wenn du merkst, er hört auf dich oder guckt dich an oder so.
00:42:24: Aber du kannst nichts ändern.
00:42:26: Das auf der einen Seite und auf der anderen Seite bin ich sicher.
00:42:28: Und auf der anderen Seite ist klar, die Kinder sind so selbstverständlich da und die nehmen einen auch so selbstverständlich mit.
00:42:35: und darf ich dir was helfen oder so.
00:42:37: Das ist so selbstverständlich.
00:42:39: Das genieße ich dann auch.
00:42:40: Das ist die andere Seite, wo man merkt, das ist so.
00:42:43: Das läuft gut.
00:42:44: Das läuft gut, aber nicht immer.
00:42:47: Ich denke, wenn Geschwisterkinder richtig mitgenommen werden in so einer Situation dann entwickeln, die sich ja auch außerordentlich in der Hinsicht, dass sie auf ein ganz ausgeprägtes Einfühlungsvermögen haben und eine soziale Ader entwickeln.
00:43:00: Die lernen sehr viel.
00:43:01: Da fällt mir auch ein, wir hatten auch eine Familie da, das ist zwar nicht so tragisch, die waren zu viert vier Kinder und ein krankes Kind.
00:43:09: Und wie die Kinder untereinander, Mama, Papa waren oft nicht da.
00:43:13: Und wie die untereinander sich gegenseitig haben.
00:43:16: Hausaufgaben und das, ja, ich helf dir.
00:43:19: Dachte ich auch, ja.
00:43:20: Es ist auch eine Chance für die Kinder, die auch da sind.
00:43:24: Entwickeln Sie sich manchmal zu klein, bis heute.
00:43:27: Das
00:43:27: ist schon schön zu sehen.
00:43:29: Es ist so vielseitig, im Haus zu beobachten.
00:43:32: Ich beobachte sehr gerne den Umgang der Menschen miteinander.
00:43:38: Man lernt ja auch enorm viel, gell?
00:43:40: Wie geht das?
00:43:41: Aha, so geht das.
00:43:42: Du bist Mutter und Großmutter von zwei Enkelkindern, hast du mir erzählt.
00:43:49: Lass uns noch kurz darüber sprechen, diese Wechselwirkung.
00:43:51: Also wie hat ihr oder hilft ihr?
00:43:55: deinen Engagement im Haus auch im privaten Leben?
00:43:58: Sag jetzt mal in deiner Rolle als Mutter und Großmutter, was hast du da mitgenommen, wo du sagst, ach, wow, da bin ich froh, dass ich doch diese Sichtweise, die wir ja auch schon angesprochen haben, diese neue Sichtweise, diese Horizont-Erweiterung bekommen habe in deinem Privatleben und vielleicht auch umgekehrt.
00:44:14: Also was konntest du aus deiner, von mir aus auch Grundschultätigkeit, aus deinem Privatleben mitnehmen, was dir wiederum geholfen hat in deinem Engagement im Haus in Tübingen?
00:44:23: Also bei, das ist ein ganz kleiner Einwurf, was ich mitgenommen habe, ist, dass eine saubere Küche ist, saubere Küche ist schön.
00:44:32: Aber das ich manchmal denke, du musst jetzt nicht auch noch schräg gucken, ob das ... das nimmt man mit.
00:44:41: Es geht den anderen auch, sodass sie sagen, ich gucke anders auf meine Dinge.
00:44:46: Was die Kinder betreffen, was die ... Enkel betrifft.
00:44:50: Ich glaube, da ist mein Umgang über diese vielen, vielen Jahre mit kleineren Kindern ist, glaube ich, entscheidender als jetzt die Kinder, die ich im Ronald McDonald Haus sehe.
00:45:01: Aber ich erzähle.
00:45:03: Und ich mache das auch.
00:45:04: Also, Josefine, die wird jetzt drei, die ist topfit im Kopf und erzählt auch gerne und hört mir auch gerne zu.
00:45:12: Sie mag, wenn die Oma quasi, ich sage, ich erzähle ja mal jetzt eine Geschichte.
00:45:17: Und wenn ich dann was erzähle, nichts Dramatisches oder so, dass ich da oben war und dass da die Familien sind und ich jemanden beobachtet hab, dann hört sie schon auch sehr genau zu.
00:45:30: Und das finde ich auch wichtig.
00:45:32: Sie weiß, Oma Freitas ist nicht Oma Tag.
00:45:36: Und das hat einen Grund, das zu vermitteln.
00:45:39: Oma ist eben Freitas da beschäftigt.
00:45:42: Und so nach und nach, ihr mitzuteilen, was ich ja auch erlebe, es gibt ja auch noch andere Dinge im Leben eines Kindes.
00:45:51: Jetzt noch nicht, da ist noch zu klein.
00:45:54: Aber so ein bisschen diese Selbstverständlichkeit, nein, Oma kommt Freitag nicht.
00:45:59: Weil die da eben in dem Haus arbeitet.
00:46:02: Ja, arbeitet, ja, genau.
00:46:04: Ich kocke auf Kinder natürlich eher mit diesem Lehrerinnenblick auch.
00:46:11: Ich gucke meine Enkel gerne an, weil die einfach fit sind und gesund sind.
00:46:15: Und ich gucke auf die Kinder.
00:46:17: Manchmal weiß ich ja auch nicht, ist es gesund oder nicht gesund.
00:46:22: Und freue mich einfach, wenn die dann reagieren und mit mir agieren oder so.
00:46:28: Aber das ist, glaub ich, eher so mein Part aus der ganzen langen Berufserfahrung heraus, dass ich Interesse hab für Kinder.
00:46:40: Mir gefallen Kinder, wenn sie so unterschiedlich sind und jeder seine eigene Persönlichkeit hat.
00:46:45: Das hat jetzt mit den Enkeln nichts zu tun, bei denen gucke ich auch.
00:46:49: Das glaube ich.
00:46:50: Ich glaube, du bist ja sowieso gerne von deinem Charakter eher ein Mensch, der auf die guten, die positiven, die stärken guckt und nicht eben, wie es oftmals passiert, auf die Defizite, wo es dann heißt, das kann man nicht und das kann man auch nicht gut genug, sondern eher, was kann ich eigentlich schon und was kann ich
00:47:06: lernen?
00:47:06: Das habe ich in der Schule gelernt.
00:47:09: Ich war lange Lehrerin und habe dann gemerkt, oder für mich war das wichtig, Guck, welche positiven Dinge hat das Kind?
00:47:20: Was kann das Kind?
00:47:22: Was kann es vielleicht was anderes nicht können?
00:47:25: Welche Ausstrahlung hat das Kind?
00:47:27: Und nicht, welche Defizite hat das Kind?
00:47:29: Und ich finde es so enorm wichtig, das sage ich jetzt, weil es auch natürlich die Kinder im Haus betrifft.
00:47:34: Die Kinder haben keine Defizite, sondern jedes Kind hat so viel bewundernswerte Züge.
00:47:41: Und das finde ich spannend.
00:47:43: Aber das ist schon auch ein bisschen Pädagogenblick.
00:47:46: Ja, aber du, das ist völlig erlaubt an der Stelle.
00:47:48: Eine Sache noch!
00:47:49: Du hast mir erzählt, das finde ich ganz spannend, deine Tochter hat auch eine Weile in dem Ronald MacDonald House in Tübingen gearbeitet.
00:47:56: Hat euch diese Zeit, diese gemeinsame Zeit, die ja eigentlich doch nicht gemeinsam stattgefunden hat, weil ihr an unterschiedlichen Tagen dort unterwegs wart, hat euch das mehr zusammengeschweißt oder euch nochmal eure Beziehung, Mutter-Tochter-Beziehung nochmal auf eine andere Ebene gehoben, weil ihr euch dann wahrscheinlich auch ausgetauscht habt über das, was ihr dort erlebt.
00:48:16: Was mir aufgefallen ist, sie war ja knapp drei Jahre da, das heißt, wir haben uns schon, wir sind uns begegnet, weil ich war Freitas da, sie ist Freitas natürlich auch da gewesen, aber nicht in der Küche, sondern im Büro.
00:48:29: Und diese Beobachtung, die ich gemacht habe, fand ich schon auch bemerkenswert.
00:48:34: Vielleicht sollten Mütter's öfter mal auch gucken.
00:48:37: Die ist erwachsen, die macht ihre Arbeit, und die macht ihre Arbeit gut.
00:48:42: Das ist ein schöner Kenntnis.
00:48:44: Das fand ich auch.
00:48:46: Einfach zu sehen, sie hat sich auf die Stelle beworben und da konnte ich einfach meine erwachsene Tochter beobachten.
00:48:55: Vorher war es noch die, die studiert hat und noch davor, die in der Schule war.
00:48:59: Und jetzt ist es eine erwachsene Tochter, die einen Beruf ausübt.
00:49:05: Und ich gucke und denke, ja.
00:49:07: Das macht sie gut.
00:49:08: Schon wieder eine neue Perspektive.
00:49:09: Ja,
00:49:10: ja, ja.
00:49:11: Also alles in allem wahnsinnig bereichernd.
00:49:14: Kann man mal zusammenfassen an der Stelle dieses Engagement, das du nun schon seit was zwölf Jahren betreibst.
00:49:22: Wir erzählen ja oder wir wollen ja hier im Podcast immer Mutmach-Geschichten erzählen und deine Geschichte macht auf jeden Fall... sehr viel Mut.
00:49:31: Was würdest du jetzt unseren Zuhörerinnen und Zuhörern mit auf den Weg geben, wenn wir von Mut machen sprechen?
00:49:38: Ich denke, es ist sehr wichtig, seine eigenen Kreise mal zu verlassen und einfach mal sich in eine Situation zu begeben, die neu ist, die man sich vielleicht auch erarbeiten muss, egal.
00:49:55: Ich denke da schon an Ehrenämter.
00:49:58: Es gibt ja so vielseitige Dinge.
00:49:59: Und das hatte ich mir ja auch überlegt.
00:50:01: Nicht in Tübingen kann man eine Börse aufmachen im Internet.
00:50:06: Da sieht man, was für eine Vielzahl an Möglichkeiten es gibt, sich zu engagieren.
00:50:11: Und ich glaube, jeder könnte was finden, was ihm liegt.
00:50:16: Was ihm ... Aber auch bereichert, weil jede Situation, also auch im Haus, ist ja doch fremd.
00:50:23: Wenn ich zur Tafel gehe, ist das eine andere Situation.
00:50:26: Wenn ich zur Felschbergkirche gehe, also wo die ein Monat lang ... kochen und essen, auf den Tisch bringen für alle, die kommen wollen.
00:50:37: Oder ob ich in der Kinderkrebshilfe mich engagiere.
00:50:41: Das ist ja immer eine Blickerweiterung oder immer etwas, wo ich Dinge erfahre, die ich vorher in meinem alltäglichen Leben nicht hatte.
00:50:50: Und das finde ich.
00:50:53: Jetzt bin ich schon ein bisschen älter.
00:50:54: Und ich hab eigentlich immer eine gewisse Neugier.
00:50:57: Aber das sollte nicht aufhören.
00:50:59: Und ich würd's auch jetzt sagen, das kann man auch noch machen, wenn man ... über neunzig
00:51:03: ist.
00:51:03: Ja, absolut.
00:51:04: Das sollte man auf jeden Fall, wenn man einfach fit genug ist,
00:51:07: einfach
00:51:08: gucken und feststellen, dass man eben nicht nur das Leben anderer, den man hilft, bereichert in dem Sinne, sondern sein eigenes ja auch.
00:51:15: Und es gibt neue Denkanstöße und verändert manchmal die Perspektive.
00:51:19: Und das ist so wichtig, dass man so ein bisschen aus seiner Blase sagt, man ja heute ist es schön neue Deutsche, aber das stimmt, ich finde es gut, das Wort rauskommt und nochmal neu guckt.
00:51:33: Das finde ich.
00:51:34: Ganz wichtig.
00:51:35: Übrigens,
00:51:36: weil wir gerade von neuer Sichtweise sprechen, das Jahr, wie gesagt, ist ja noch recht jung.
00:51:41: Wie ist das so bei euch im Team?
00:51:43: Setzt ihr euch da zum Anfang eines jeden Jahres hin und überlegt so, was man in dem Jahr eigentlich eventuell für neue Anstöße machen könnte oder Dinge verändern könnte?
00:51:54: Oder ist man eigentlich froh, wenn alles erst mal läuft, wie es läuft und man so seine Routine hat und dann auch alles seine geregelten Wege geht oder seid ihr da innovativer?
00:52:04: Es ist unterschiedlich, es kommt immer drauf an.
00:52:07: Es hängt nicht mit dem Jahresanfang zusammen.
00:52:10: Wir hatten eine Zeit, wo es schwierig war mit den Mitarbeitenden, wo einfach auch Lücken waren.
00:52:18: Man sorgt sich auch um so ein Haus.
00:52:22: Und wo wir miteinander gesprochen haben, woran könnte es liegen?
00:52:27: Oder was ist denn vielleicht die Priorität, wenn man jemanden bittet?
00:52:33: mitzuarbeiten oder so.
00:52:35: Wir kennen die Abläufe, wir kennen zum großen Teil ja wirklich egal, ob sie nun Frühstück bereiten oder Abendessen bereiten oder ob sie wie viele auch nur einen Kuchen backen.
00:52:46: Es ist immer ein Blick auf das Haus dabei und da könnte man auch... Manchmal sagen, ja, mach das doch mal so.
00:52:53: Und ich glaub, wir können's in unserem Haus, aber ob das Allgemein so ist, weiß ich nicht.
00:52:58: Wir gehören dazu.
00:52:59: Es ist für uns auch ein Zuhause-Aufzeit.
00:53:02: Ich denk das oft, wenn ich dann so freitags nach Hause, oder für mich gehe ich erst mal nach Tübingen Esfass und fahr dann nach Hause.
00:53:09: Es ist für mich ein Teil meines Lebens.
00:53:11: Das heißt also, ich bin dort auch zu Hause.
00:53:15: Ja.
00:53:16: Das ist schon auch so.
00:53:17: Ein zweites Zuhause.
00:53:19: Ein zweites Zuhause, weil ich mich so auskenne, weil ich mich auch wohlfühle, weil ich die Menschen, die dort arbeiten, schätze.
00:53:28: Sogar noch mehr als ein zweites Zuhause in eine zweite Familie, letztendlich.
00:53:31: Ja, anders
00:53:32: ist einfach anders.
00:53:34: Als nur Freunde, wo man sich schon seit fünfzig Jahren kennt.
00:53:38: Nein, das sind auch neue Aspekte, die immer wieder dazukommen.
00:53:40: Komm ja auch neue Leute dazu.
00:53:43: Tolle Sache.
00:53:43: Ich könnte dir stundenlang lauschen, denn es macht richtig Spaß, wie du erzählst und man ist, du nimmst einen so richtig schön mit.
00:53:51: Am Ende unseres Podcasts heißt es ja immer, weil wir ja Zimmer mit Aussicht heißen oder dieser Podcast so betitelt wurde.
00:53:59: Was ist denn deine schöne oder schönste Aussicht, wenn wir jetzt auf zwei sechs und zwanzig blicken?
00:54:03: Das kann jetzt nächste Woche sein, morgen oder auch Ende dieses Jahres gibt es irgendetwas, auf das du dich besonders freust.
00:54:11: Es sind immer die Kinder, auf die ich mich freue.
00:54:14: Aber ich mach schon seit Jahren Fahrradreisen.
00:54:19: Und immer so am Anfang des Jahres überlege ich mir, was mach ich denn dieses Jahr?
00:54:25: Es ist eine geführte Gruppe von einer ganz bestimmten Reisegesellschaft, wo ich aber wirklich, glaub ich, schon zwölfmal mitgefahren bin.
00:54:33: Und ich werde dieses Jahr sicher wieder in Richtung Polen fahren.
00:54:38: Und das ist auch so.
00:54:39: was, wo ich dann ... hab ich nach dem Schuldienst sofort gemacht.
00:54:43: Das war eigentlich die schönste Reise.
00:54:47: Leider kann man das heute nicht mehr machen.
00:54:49: Von Vilnius aus an der Memel entlang, dann in den Oblast Kaliningrad rein.
00:54:57: Was man heute nicht mehr kann.
00:54:58: Damals konnte man das mit Visum und dann durch Polen, durch Bistanzig.
00:55:03: Wie viele Kilometer sind das
00:55:04: denn?
00:55:04: Das waren zehn Tage, es war schon anspruchsvoll.
00:55:08: Ein paar Mal auch im Bus, aber es war schon anspruchsvoll.
00:55:11: Aber das habe ich damals gemacht, um einfach die Schule hinter mir zu lassen.
00:55:15: Und so mache ich das eigentlich jedes Jahr, dass ich mir so eine Reise ausdenke.
00:55:19: Das ist schon eine Gruppe, aber man ist trotzdem auf dem Fahrrad alleine, kann viel denken, kann viel hinter sich vor sich lassen.
00:55:26: Letztes Jahr war ich in der Norma, und die fand ich ganz spannend.
00:55:30: Und dieses Jahr ist es auch so, dass ich ... Einmal im Jahr, mir so eine Auszeit gönne, weg bin, das organisiere, meistens niemand kenne dort, ich lerne durchkämmen.
00:55:42: Und das find ich eigentlich gut.
00:55:43: Das ist so das, was ich jetzt gerade so im Kopf hab.
00:55:47: Aber die anderen ... Ist gut zu dir,
00:55:48: finde ich.
00:55:49: So wie wir dich gerade kennengelernt haben.
00:55:51: Ja, brauch ich auch.
00:55:52: Es ist so was, wo lass ich mir auch nicht reinreden.
00:55:55: Also ich war Süditalien, was weiß ich immer.
00:55:58: Ich fahre immer mit dem Zug an, ich genieße das so.
00:56:02: Mir das zu organisieren, selber zu organisieren und das auszuführen.
00:56:06: Und das gelingt immer.
00:56:09: Na, umso besser, dass so soll es sein, dass du gesund wiederkommst.
00:56:13: Genau.
00:56:14: Aber das ist immer nur ein kleiner Teil meines Daseins.
00:56:17: jetzt auch für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... für ... ... Aber ich brauch so einmal im Jahr so eine Zeit, wo ich denk, da redet mir keiner rein.
00:56:34: Die erste auch mehr ist verdient.
00:56:36: Ulrike, vielen herzlichen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, hierherzukommen und uns so viele tolle Geschichten erzählt, dass so viele tolle Bilder auch gegeben hast.
00:56:46: Ich glaube, ich habe jetzt auch noch mal einen ganz neuen Einblick bekommen in eure Arbeit und euer Engagement und es ist wirklich ... Ganz, ganz toll, dass du das machst.
00:56:56: Ich wünschte dabei auch weiterhin ganz viele tolle und wertvolle Momente und eventuell noch weitere neue Perspektiven.
00:57:04: Du machst mir den Gefallen, nimmst diesmal diesen Award mit.
00:57:09: Und das Foto bitte auch.
00:57:10: Gerne.
00:57:11: Grüß die ganze Mannschaft in Tübingen und alles Gute.
00:57:15: Ja, auch von der Tochter, deine Enkelkinder.
00:57:17: Und beheere uns bald wieder.
00:57:19: Ich hoffe, dass wir uns dann eventuell im Sommer dieses Jahr Bei der nächsten Sternfahrtreffen, da hab ich persönlich mir hervorgenommen, mal dabei zu sein, wenn das möglich ist, Herr Schermer, ich hab keine Ahnung, ob man mir das erlaubt, da muss ich noch mal fragen.
00:57:33: Da könnten wir uns dann wiedersehen, solltest du da dabei sein.
00:57:36: Und da hab ich übrigens noch eine abschließende Frage an dich, denn bei den Sternfahrten, und ich weiß nicht, wieviel hast du schon mitgemacht, wahrscheinlich schon eine Menge.
00:57:44: Elf.
00:57:45: Elf, eben, also jedes Jahr dabei, gut, logisch.
00:57:48: Du weißt, dass es dort immer verschiedene Kurse gibt, Fortbildungskurse.
00:57:52: Unter anderem auch erste Hilfekurse.
00:57:55: Wie viel hast du denn da schon besucht?
00:57:58: Noch
00:57:58: keinen.
00:57:58: Weil meine Tochter hat lange beim Roten Kreuz gearbeitet.
00:58:03: Und es ist sowieso bei uns Thema.
00:58:05: In der Schule habe ich welche gemacht, aber jetzt dort nicht.
00:58:09: Dann bist du fit auf jeden Fall auf dem Gebiet.
00:58:10: Ja,
00:58:11: ich bin, glaube ich, schon fit.
00:58:12: Aber es sind sehr schöne Angebote, oft sehr bereichernde Dinge und wir freuen uns auch immer, wenn wir wieder bekannte Gesichter sehen.
00:58:19: Also ich komme ruhig.
00:58:20: Wir wissen ja
00:58:21: noch nicht wohin.
00:58:23: Ich darf es, glaube ich, noch nie sagen.
00:58:24: Nein, nein, nein, ich will auch, oh Gott, das will.
00:58:26: Wir haben als nächsten Gast nämlich einen Mann, den du dann ja auch kennst.
00:58:31: Benjamin Fabry heißt der Mann, Leiter der Notfallausbildung beim Arbeiter Samaritan.
00:58:38: Und da reden wir über Erste-Hilfe am Kind.
00:58:42: Also generell Erste-Hilfe, so ein Thema, was oftmals leider sehr stiefmütterlich behandelt wird.
00:58:48: Und da freue ich mich auch schon sehr drauf, dass es sicherlich sehr spannend
00:58:50: wird.
00:58:50: Das wird sicher sehr spannend, ja.
00:58:52: Also, da hörst du bestimmt rein, hoffe ich doch einfach mal.
00:58:55: Meine Tochter hat den Podcast abonniert.
00:58:58: Nein!
00:58:59: Hoffentlich hat sie das überall auch in ihrem Freundeskreis erzählt, damit wir ganz viele
00:59:04: Möhreninnen
00:59:04: und Möhren kommen.
00:59:05: Dann grüßt du, wie gesagt, vielen Dank, dass du zu uns gekommen bist.
00:59:08: Alles Gute.
00:59:09: Und auch an euch danke fürs Zuhören, fürs Zuschauen.
00:59:13: Das war eine sehr, sehr schöne Folge.
00:59:14: Und wir alle nehmen uns, würde ich einfach mal sagen, ein Beispiel an Ulrike.
00:59:19: Es kostet nicht viel, sich ehrenamtlich zu engagieren.
00:59:22: Und vor allen Dingen, es fühlt sich verdammt gut an.
00:59:25: In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal.
00:59:27: Ciao, ciao.